Fensterplatz

In ein Pulverkleid gehellt
schläft verträumt die weite Welt,
strahlt das zugedeckte Feld,
und Dächer tragen weiße Hauben.

Das Licht sich seicht zur Wiege senkt,
küsst dürre Äste, schmuckbehängt,
dass es sie bald zu Boden drängt
zum Schwertertanz mit Glitzergräsern.

Am Bahnsteig friert des Winters Beute:
Mütter, Kinder, alte Leute,
dick vermummt und frierend heute.
Ein Vogel fällt vom Baum.



© Renate Maria Riehemann
aus: Du sagst Physalis

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