Rezension zur Reiseerzählung vom Jakobsweg auf der Hompage des Verlages "asphaltspuren" 9/2016
Rezension von Beate Lodenkötter (Redakteurin der Zeitschrift spurwechsel ) 9/2016 mit dem Fazit: unbedingt lesenswert!

"Vor einiger Zeit führte ich mit Renate Maria Riehemann ein sehr schönes Interview und jetzt durfte ich ihr neuestes Buch lesen, welch eine Freude!In dem Interview (zu lesen in der Rubrik Lesestoff /ASP im Gespräch) meinte sie „Jeder weiß, dass es mehr als genug Bücher über das Pilgern auf dem Jakobsweg gibt. Ich habe noch eins geschrieben. Es musste sein.“

Meine Neugier war so groß, dass ich ein paar Bücher, die schon länger auf meinem Bitte-lies-mich-Stapel liegen, übersprungen habe und ach, was war das schön!

Nein, wirklich nichts Neues, nichts Atemberaubendes, nichts Sensationelles. Aber ich habe mich so geehrt gefühlt, dass ich dieses Buch lesen durfte, in dem die Autorin mich auf eine ganz persönliche Reise mitnimmt und an so bewegenden Gedanken teilhaben lässt, dass ich an mehr als einer Stelle geschluckt oder geseufzt habe.

Es geht hier sicherlich auch um die 520 gelaufenen Kilometer von Burgos nach Santiago de Compostela, aber die scheinen keine Strapaze gewesen zu sein. Die Wanderung wird hier als wunderbares Mittel zum Zweck dargestellt. Anstrengend, ja, und vor allem nicht zu unterschätzen, aber viel wichtiger ist das, was Kopf und Bauch und Herz während der Wanderung veranstalten. Ich konnte fühlen, was Renate Maria Riehemann da schreibt, über Träume, Enttäuschungen, aber auch über Glück und Dankbarkeit, unzählige fließende Gedanken, Begegnungen mit anderen Menschen, Erinnerungen an Vergangenes und Mut für die Zukunft.

520 km in drei Wochen: Die Wanderung hätte doch länger dauern können, vielleicht wär das Buch dann dicker geworden, die gut 150 Seiten waren viel zu schnell gelesen, so gut hat mir die Reise und besonders der Sprachstil gefallen. Ohne Superlative laufen Gedanken den Pilgerweg mit, schweifen ab, finden sich, geben ein Gesamtbild. Und am Ende ist man ein bisschen mehr angekommen. Und hier seufze ich noch einmal: unbedingt lesenswert!"Bericht online

 
Seesener Beobachter 9/15 - Lesung in Gittelde am 12. September 15

Mein schönster Stein liegt in Satiago - Rezension von Rüdiger N. Aboreas auf Amazon 5/2016 Immerhin über 2440 Ergebnisse finden sich in der Sparte Bücher bei Amazon zum Jakobsweg. Reiseführer an vorderster Stelle. Ein ganz besonders lesenswertes Buch (E-Book) zu diesem Thema habe ich gerade gelesen. Aus der Feder von Renate Maria Riehemann, die die Strecke von Burgos über 500 km bis Santiago de Compostela gepilgert ist.
Mein vordergründiges Interesse galt den Motiven für eine solche Strapaze. Kaum reingelesen ins Buch, wird rasch deutlich, dass die Pilgernden vieles gemeinsam haben, wie etwa eine gelebte Spiritualität, eine innere Nähe zu Gott im Glauben, auch Dankbarkeit, Versprechen, Fürbitte. Dennoch: Bei aller Gemeinsamkeit ist rasch deutlich geworden, dass Pilgernde Individuen sind, wie die Menschen überhaupt im täglichen Leben.
Die Historie des Jakobswegs, die Pilger-Etappen, die landschaftlichen Besonderheiten, die Orte und Herbergen, all dies wird beschrieben in schönen, ausdrucksstarken Bildern, wohl dosiert, gleichwohl mit Bedacht, mit dem, was nötig ist, um der Autorin folgen zu können. Denn: Wer sich auf den Jakobsweg begibt, wird sich kaum darauf beschränken, den Hinweisschildern und Muschelzeichen zu folgen. Der zum Pilgern Entschlossene wird einen Reiseführer mit sich führen oder sich sachkundig gemacht haben im Internet, nachgefragt haben bei Freunden oder Glaubensbrüdern. So gesehen ist das Buch auch eine großartige Ergänzung zu jedem Reiseführer.
Der Lyrikerin Renate Maria Riehemann ist ein ebenso bildhaftes wie anrührendes und erhellendes Buch gelungen. Worüber sie in welchem Kapitel auch gerade berichtet, fast durchgängig erscheint es im Gewand persönlicher Betrachtung und einfühlsamer Reflexion. Auch über die wenigen näher bekannt gewordenen Gleichgesinnten in den Herbergen und auf den steinigen, sandigen Wegen. Für die Autorin gerät das Pilgern zu einer inneren Einkehr. So wie die Landschaft an ihr vorbeizieht, so zieht ein reiches, aber auch vom Schicksal geprüftes Leben an dem Leser vorbei. Ein fortwährendes Begreifen, Erkennen, Verstehen und Danken. Kein Zweifel, da wird auch der weniger sensible oder spirituelle Leser mehr als etwas wiederfinden von sich selbst.
Bleibt nur zu sagen: gern gelesen, nie gelangweilt, viel mitgenommen.


Harzkurier, 27. April 2016



HarzKurier, 23. April 2016


Interview Asphaltspuren  März 2016

Es lohnt sich, einen Blick auf die Homepage des Verlages der Zeitschrift "Spurwechsel" zu werfen. Die Redakteurin Beate Lodenkötter hat mich interviewt.


Zeitschrift "Literarische Kostproben"  (Ausgabe 98/2015)

RENATE MARIA RIEHEMANN: „Scheinbar geborgen“, Geest-Verlag, 102 Seiten.

„Eine bunte Palette von Gedanken, Gefühlen und Empfindungen, Worte gebündelt zu Klangbildern. Die Natur in ihrer Schönheit, die Liebe, das Leben und der Abschied in seiner Trauer. All das wird dem Leser in der Poesie wie eine zarte Melodie in jeder Zeile und in jedem Wort begegnen.

„Scheinbar geborgen“ ist ein Buch in gehobener Sprache freirhythmisch und im Reim geschrieben. Worte, welche die Seele berühren und Trost und Zuversicht in vielen Lebenslagen spenden können.

Helga Helnwein, Chefredakteurin der Zeitschrift „Literarische Kostproben“, Vorsitzende des Vereins der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen Wien


Eseltreiber 11/15 - Erzählcafé in der Stadtbibliothek am 5. Dezember
HarzKurier: Buchpremiere des 'Gedichtbandes "scheinbar geborgen" am 13. Juni 2015