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Sichere Sonne: Wie wir das Risiko von Hautkrebs im Sommer senken

Zunehmend steigen die Zahlen von Hautkrebs, doch es gibt Wege, das Risiko zu senken. Tipps von Oberärztin am UKS zeigen, wie man sich sicher in der Sonne bewegt.

vonFelix Hoffmann24. Juni 20263 Min Lesezeit

Wenn die ersten Sonnenstrahlen im Frühling durch die Fenster dringen und die Temperaturen endlich dazu einladen, die Wollpullover in den Keller zu verbannen, lebe ich stets mit einem kleinen Schauer der Vorfreude. Natürlich ist das nicht nur die Aussicht auf laue Sommerabende, sondern auch die sichtlich erlangte Bräune, die einen erst wieder wie einen lebendigen Menschen erscheinen lässt. Doch mit jedem Jahr, in dem ich mehr Zeit in der Sonne verbringe, drängt sich die Frage auf: wie viel Sonne ist zu viel?

Die steigenden Infektionszahlen von Hautkrebs stehen in starkem Kontrast zu unserem gesunden Lebensstil, der oft als erholsam und angenehm angesehen wird. Die Oberärztin am Universitätsklinikum Saarland, die ich vor einigen Wochen sprach, machte mir deutlich, dass es mit der Bräune nicht nur um das Ästhetische geht. Sie erklärte, dass das Risiko von Hautkrebs in den letzten Jahren, und insbesondere während der Sommermonate, dramatisch gestiegen ist. Ihre Worte, ruhig und eindringlich, hallten in mir nach, während ich mich mit einem schattigen Platz und einem kühlen Getränk versorgte.

Die Zahlen sprechen für sich. Hautkrebs ist nicht mehr nur ein Thema für die Übertreiber unter uns, die vielleicht ein wenig zu oft nach dem Sonnenöl greifen. Es ist eine genuine Gefahr, die insbesondere die hellhäutige Bevölkerung betrifft. Die Oberärztin empfiehlt daher einen kritischen Blick auf die eigene Sonnenexposition. Ein schickes Outfit und eine Brille sind nur Teil der Ausrüstung – der Schutz der Haut steht an oberster Stelle. Aber wie schützt man sich am besten?

Zunächst einmal ist es wichtig, die richtige Sonnencreme zu wählen. In der Flut der Angebote und Versprechungen ist es leicht, die Übersicht zu verlieren. Die Oberärztin rät zu Produkten mit einem hohen Lichtschutzfaktor, idealerweise über 30. Zudem ist es ratsam, die Sonnencreme großzügig aufzutragen und dies regelmäßig zu wiederholen, gerade nach dem Schwimmen oder Schwitzen.

Und was ist mit der Zeit? Ein bisschen gesunder Menschenverstand ist gefragt. Die Mittagssonne – jene glänzende Kugel, die gnädig durch den blauen Himmel strahlt und uns zum Verweilen einlädt – ist der Feind Nummer eins für unsere Haut. Von 11 bis 15 Uhr sollte der Aufenthalt im Freien möglichst reduziert werden. Hier bietet es sich an, die Zeit für den Mittagsschlaf zu nutzen oder, falls das nicht geht, lieber einen schattigen Platz zu suchen.

Die Oberärztin macht auch auf die Notwendigkeit aufmerksam, die Haut regelmäßig zu kontrollieren. Ein Blick in den Spiegel kann oft genügen, um Veränderungen festzustellen, die ein Hinweis auf Hautkrebs sein könnten. Wer unsicher ist, sollte einen Dermatologen konsultieren. So einfach kann Prävention sein – es benötigt keine großen Gesten, sondern ein wenig Achtsamkeit.

„Sonnenbaden ist nicht gleich Sonnenbaden“, sagt sie mit einem ironischen Unterton. Tatsächlich kann Sonne auch ganz ohne Sonnenbrand angenehm sein, wenn man sich in Maßen bewegt. Es muss nicht jeder Sommer ein Wettkampf um die dunkelste Haut werden; es ist vielmehr eine Balance zwischen Genuss und Verantwortung.

Und während ich an einem dieser heißen Sommertage mit einem exquisiten Buch im Schatten einer großen Platane sitze, spüre ich das Bedürfnis, das Gelernte anzuwenden. Der Sommer soll eine Zeit der Freude sein, keine in der ich sorgenvoll um meine Haut kreisen muss. Wenn ich es schaffe, die Sicherheit und den Genuss in Einklang zu bringen, dann kann ich mit gutem Gewissen in die Sonne gehen – das ist die wahre Kunst des Sommerlebens.

Unbeirrt von der aufziehenden Hitze mache ich mir eine Notiz: Im nächsten Jahr werde ich das Gelernte umsetzen. Ich werde meine Sonnencreme rechtzeitig auftragen, die besten Zeiten für den Aufenthalt im Freien beachten und meiner Haut eine regelmäßige Prüfung unterziehen. So wird der Sommer nicht nur eine Zeit des Verweilens und Genießens, sondern auch der Vorsorge.

Letztlich ist es die Achtsamkeit, die selbst in der wunderbarsten Zeit des Jahres einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Es ist an der Zeit, Sonne nicht nur als Wärme, sondern auch als Verantwortung zu begreifen.

So genieße ich die Sommermonate – mit einem Gläschen Eistee in der Hand und einem schützenden Lichtschutzfaktor auf der Haut, das ist das neue Paradigma für mich, auch wenn ich es noch nicht ganz verinnerlicht habe.

Wie könnte ich auch anders, wenn die Sonne sich in den kommenden Monaten erneut über uns ergießen wird?

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